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Angriff auf die Atemwege

Bei einer Bronchitis blockiert dicker Schleim den Selbstreinigungsmechanismus

Gerade dann, wenn feuchtes Wetter und Unterkühlung unsere Abwehr schwächen, haben Viren und Bakterien leichtes Spiel. Die Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten wächst rapide. Ob einfache Erkältung oder Bronchitis: Gefährdet ist schlicht jeder. Eine Erkältung entwickelt sich meist schleichend über mehrere Tage und betrifft in der Regel nur die oberen Atemwege. Im Fall einer Bronchitis ist das komplex verästelte Bronchialsystem des Menschen in Mitleidenschaft gezogen.

Im Inneren sind die Bronchien mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die die Lunge von Staub und anderen Partikeln frei halten soll. Dazu dienen Millionen winziger Flimmerhärchen, die auf den Schleimhautzellen sitzen und rhythmisch in Richtung Mundraum schlagen. Zwischen den Flimmerhärchen sitzende Becherzellen produzieren zusammen mit den Schleimdrüsen einen dünnflüssigen Schleim, der eingedrungene Schadstoffe abtransportiert.

Doch die Bronchien werden, gerade in der kalten Jahreszeit, auch von Viren und Bakterien bedroht. Sie können sich auf der Schleimhaut festsetzen und diese schädigen. Der Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege ist blockiert. Es bildet sich dickflüssiger Schleim, der nicht abtransportiert werden kann. Das Bronchialsystem ist angegriffen, eine Bronchitis ist entstanden.

Nicht nur Erwachsene, auch die Jüngsten kann es treffen. Gerade Babys und Kleinkinder sind gefährdet durch Erkältungskrankheiten und Bronchitis. Deren Körper kennen die Viren noch nicht und sind ihnen deshalb viel schutzloser ausgeliefert als Erwachsene. Sie erkranken wesentlich häufiger an Infekten der Atemwege, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig aufgebaut ist.

Ohne ärztliche Hilfe bekommt man eine Bronchialerkrankung kaum in den Griff. Durch Abhören stellt der Arzt fest, ob beziehungsweise wie weit die Erreger schon in die Bronchien eingedrungen sind. Im Rachenraum werden Rötungen kontrolliert sowie die Zähflüssigkeit des Schleims, und ob die Mandeln geschwollen sind. Im Ohr, ob eine Mittelohrentzündung droht. Um die unteren Atemwege zu untersuchen, kann eine sogenannte Bronchoskopie, eine Bronchienspiegelung angeraten sein. Mit dem Bronchoskop erkennt der Arzt, wie weit die Erkrankung der Atemwege fortgeschritten ist und kann daraufhin die entsprechenden Therapien einleiten. Denn so kann enden, was als einfache Erkältung seinen Anfang genommen hat.

Vielfach wird versucht, eine Atemwegserkrankung erst einmal selbst zu behandeln. Wenn die Beschwerden jedoch länger als drei bis fünf Tage anhalten, hilft nur noch der Arzt. Je nach Fall muss medikamentös behandelt werden. Geeignete Medikamente helfen, die Krankheit zu verkürzen und Folgeproblemen vorzubeugen. Bei leichten Atemwegsbeschwerden können Sprays oder Tropfen, aber auch ätherische Öle und Aufgüsse Linderung herbeiführen.

Ist das Bronchialsystem dagegen sehr angegriffen, sind die Atemwege extrem verschleimt, dann können moderne Wirkstoffe zum Behandlungserfolg führen. Sie leiten eine Erholung der geschädigten Flimmerhärchen ein, die sich wieder koordiniert bewegen können. Allmählich wird der Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege wieder in Gang gebracht. Krankheitserreger werden weggeschwemmt, und die Atemwegsschleimhaut kann sich regenerieren.

Neben dem medikamentösen gibt es weitere Verfahren, um eine Bronchitis zu behandeln. Zum Beispiel die sogenannte Quanten- oder Magnetfeldtherapie, die zusätzlich zu anderen Methoden eingesetzt werden kann. "Unter einer Quantentherapie", sagt Dr. Martin Adler, Facharzt für Allgemeinmedizin, "versteht man die Therapie mit natürlich vorkommenden Magnetfeldern, die eine Maschine herstellen kann." Aufgrund der unterschiedlichen Frequenzen könne man damit verschiedene Krankheiten behandeln, darunter auch eine Bronchitis, idealerweise in Kombination mit der Pflanzenheilkunde.

Je nach Verfassung eines Menschen sind etwa 15 bis 30 Behandlungseinheiten nötig, um einen positiven Effekt zu erzielen. Nach Angaben von Dr. Adler lässt sich mit den Magnetfeldern die Immunabwehr so stimulieren und verändern, dass sie positiv gegen entzündliche Bronchialerkrankungen wirken kann. Der begleitende Einsatz von pflanzlichen Mitteln wirkt entzündungshemmend und fördert die Selbstheilungskräfte des Körpers.

Auf Grund der Ansteckungsgefahr von Atemwegserkrankungen wie einer Bronchitis sollten die Betroffenen, sofern möglich, zu Hause bleiben und die Krankheit auskurieren. Besser als die Behandlung von Erkältungskrankheiten ist es natürlich, wenn die Beschwerden gar nicht erst auftreten. Der regelmäßige Verzehr von frischem Obst und Gemüse zum Beispiel stärkt das Immunsystem.

Aber eine vitaminreiche Ernährung ist nicht alles, was man zur Prävention tun kann. Ideal zur Abhärtung und Vorbeugung gegenüber Atemwegserkrankungen ist der regelmäßige Gang in die Sauna. So werden Herz, Kreislauf und Stoffwechsel trainiert - und das auf angenehme Weise. Darüber hinaus wird das Immunsystem gestärkt. Ein Effekt, der entscheidend ist im Kampf gegen Krankheitserreger und den man auch durch Bewegung und Sport erzielen kann. Voraussetzung allerdings: Es muss regelmäßig geschehen. Ob bei Schmuddelwetter in den vier Wänden oder draußen in der Wintersonne. Dann haben Atemwegserkrankungen wie die Bronchitis kein leichtes Spiel.