Kleptomanie - Süchtig nach Nervenkitzeln |
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Kleptomanen stehlen nicht aus der Not heraus. Es ist ein innerer Zwang, der sie dazu drängt. Häufig werfen sie die Waren anschließend sogar weg. Hinter dem manischen Stehlen stecken meist psychische Ursachen. Ihnen in einer Psychotherapie auf den Grund zu gehen, dauert oft Jahre. Bis dahin helfen dem Kleptomanen jedoch einige simple Strategien, seine Langfinger zu kontrollieren. |
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Wie von einem inneren Zwang getrieben, schleichen Kleptomanen immer wieder um die Auslagen der Kaufhäuser herum. Die Anspannung steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Eine Stimme scheint sie zu drängen: "Nimm es!" Ihnen wird heiß und sie spüren einen Druck in der Magengegend. Schweiß bildet sich auf der Stirn und plötzlich - wie bei einem Kurzschluss - schlagen Kleptomanen in einem unbeobachteten Augenblick zu. Die Ware selbst ist ihnen oft egal - was zählt, ist der Nervenkitzel. Viele Kleptomanen können sich später nicht einmal an ihre Tat erinnern. |
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Ursache: Depressionen und sexuelle Probleme
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Einige Kleptomanen verspüren sogar eine sexuelle Befriedigung, wenn sie in einem Kaufhaus wieder zugeschlagen haben. Vor der Tat durchleben Kleptomanen gewöhnlich einen inneren Kampf zwischen dem triebhaften Wunsch zu stehlen und dem "vernünftigen Ich". Dabei gewinnt meist der Trieb. Manche Kleptomanen haben anschließend nicht einmal ein schlechtes Gewissen. |
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Strafen verstärken den Druck oft nur
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Auch wenn Gerichte und Öffentlichkeit den offenbar "gewissenlosen" Wiederholungstäter meist skeptisch betrachten, raten Psychologen von Bestrafungen ab. Sie könnten das Gegenteil bewirken, argumentieren die Experten: Die seelische Anspannung wächst durch die Sanktionen und entlädt sich in neue Diebstähle. Sinnvoller ist es, die persönlichen Probleme zu entzerren. Auch der Versuch, die innere Anspannung vor der Tat zu lösen, kann hilfreich sein. |
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