Textversion

Sie sind hier:

Reiseapotheke

Reise-Tipps

Hausapotheke

Blasenschwäche

Die Ursachen

Die Formen der Inkontinenz

Behandlung der Inkontinenz

Behandlungsmethoden

Inkontinenzprodukte

Asthma

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Sitemap

Impressum

Kontakt

Suchen

Über uns

1. Stressinkontinenz  
Diese Form der Harninkontinenz tritt besonders häufig bei Frauen auf mit anlagebedingter Bindegewebsschwäche. Durch die Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur, die durch Geburten, schwere körperliche Arbeit, Übergewicht, oft verstärkt durch Östrogenmangel in den Wechseljahren, hervorgerufen wird, ist die Verschlusskraft des Schließmuskelapparates herabgesetzt.

Kann der Schließmuskel den Druckanstieg, der durch körperliche Anstrengung wie Heben von Lasten oder Sport, Lachen, Husten oder Niesen entsteht, nicht mehr bewältigen, kommt es zu einem unfreiwilligen Abgang des Urins.  
2. Dranginkontinenz  
Durch bestimmte organische Erkrankungen (z.B. Prostataleiden) und nervliche Fehlsteuerungen kann die Blasenmuskulatur überregt werden. Sie reagiert dann überaktiv.

Bei starkem Harndrang kommt es dann zur spontanen Blasenentleerung, wobei sich die Blase ganz oder teilweise sturzbachartig entleert.

Diese Form von Inkontinenz äußert sich zu Beginn mit einem häufigen Bedürfnis Wasser zu lassen. Hier kann der Urin aber gerade noch gehalten werden. Erst im fortgeschrittenen Stadium der Dranginkontinenz kann der Harndrang nicht mehr beherrscht werden.

Die Ursachen für die Dranginkontinenz liegen überwiegend in Harnwegsinfektionen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, degenerative Erkrankungen des Nervensystems sowie Vergrößerung und Entzündung der Prostata.

Bei Männern geht oftmals die Dranginkontinenz durch Prostataleiden in die Überlaufinkontinenz über.  
3. Überlaufinkontinenz  
Hier sind fast nur Männer betroffen. Durch die Einengung der Harnröhre, die unter anderem durch altersbedingte Prostatavergrößerung ausgelöst wird, staut sich der Urin in der Blase an und überdehnt die Blasenmuskulatur.

Die Blase kann sich nicht mehr richtig zusammenziehen und den Urin austreiben. Dadurch erhöht sich die Restharnmenge. Zur Blasenentleerung muss nun stark gepresst werden. Mit zunehmendem Krankheitsverlauf läuft die Blase regelrecht über, überwindet die Harnröhrenenge und somit geht ständig Urin tropfenweise ab.

Durch den verbleibenden Resturin werden zusätzliche Krankheiten begünstigt, da sich Bakterien ansammeln, die nicht mit dem Harn ausgeschieden werden können. Bei dieser Form der Inkontinenz muss die Blockade durch die Prostata meist operativ entfernt werden.  
4. Reflexinkontinenz  
Sie ist die Folge neurologischer Erkrankungen, bei denen das Rückenmark oder das Gehirn geschädigt wurde, wie z.B. Querschnittslähmung, Multiple Sklerose oder Tumoren.

So kommt es zu Unterbrechung zwischen Blase und Gehirn. Die Blasenentleerung kann nicht mehr willentlich gesteuert werden. Die Blase funktioniert wie bei den Säuglingen automatisch. Der Urin geht je nach Füllungsgrad der Blase oder durch äußere Reize ab.

Die Beeinflussung durch äußere Reize wird aber ausgenutzt, um durch Blasenklopftraining, kombiniert mit medikamentöser Behandlung, den Reflex zur Entleerung gezielt auszulösen. Es kann also eine zeitlich abgestimmte Entleerung erfolgen.  
5. Extraurethale oder extraversikale Inkontinenz (selten)  
Ursachen hierfür sind angeborene Fehlbildungen und Fisteln. Der Harn wird unter Umgehung der Blase, der Harnröhre und des Schließmuskels ausgeschieden, wobei die Speicherfähigkeit der Blase bzw. der Schließmuskelapparat selbst nicht beeinträchtigt sind.

Aus diesem Grund wird diese Form der Inkontinenz als Scheininkontinenz bezeichnet.